The Boor - Der Ungehobelte

in #deutsch4 years ago

There are people who lack manners and then there are people who lack manners on purpose. I am not sure if they do it just to do the opposite as a type of resistance or if they are doing it because they think they are better than others. No matter what the truth is most of the time they dig their own grave. It is their attitude that does not allow a peaceful life in my eyes, if ( and only if) they try to mock others for their behaviour. Somebody who thinks bad things about others, does think bad of himself. If you cannot trust others, what does it say about you? Do they trust themselves? If you see mistakes everywhere, what do you think about yourself?
I feel for people who complain about others. Why can't you focus on your own pitfalls?

Boorishness would seem to be ignorance offending against propriety.

The Boor is one who, having drunk a posset, will go into the Ecclesia. He vows that thyme smells sweeter than any perfume; he wears his shoes too large for his feet; he talks in a loud voice. He distrusts his friends and relatives, but talks confidentially to his own servants on the most important matters; and recounts all the news from the Ecclesia to the hired labourers working on his land. Wearing a cloak which does not reach the knee, he will sit down. He shows surprise and wonder at nothing else, but will stand still and gaze when he sees an ox or an ass or a goat in the streets. He is apt also to take things out of the store-room and eat them; and to drink his wine rather strong. He will help the bakery-maid to grind the corn for the use of the household and for his own; he will eat his breakfast while he shakes down hay for his beasts of burden; he will answer a knock at the door himself, and call the dog to him, and take hold of his nose, saying ‘This fellow looks after the place and the house.’ When he is given a piece of money, he will reject it, saying that it is too smooth, and thereupon will take another instead; and, if he has lent his plough, or a basket or sickle or bag, and remembers it as he lies awake, he will ask it back in the middle of the night. On his way down to Athens he will ask the first man that he meets how hides and salt-fish were selling, and whether the archon celebrates the New Moon to-day; adding immediately that he means to have his hair cut when he gets to town, and at the same visit to bring some salt-fish from Archias as he goes by. He will also sing at the bath; and will drive nails into his shoes.

Theoprastus

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Deutsche Version

Es gibt Menschen denen es an Manieren mangelt und es gibt Menschen, die absichtlich ihre Manieren ablegen um Widerstand gegen die Norm zu leisten oder Sie tun es im Versuch zu zeigen, dass Sie besser sind als andere Menschen. Es mag auch andere Erklärungen für das Verhalten geben, doch zumeist stellen Sie sich damit selbst ein Bein. Ihre Einstellung verhindert es, dass ihnen ein friedvolles Leben beschert ist, wenn Sie (und zwar NUR dann) versuchen den anderen auf den Splitter in seinem Auge aufmerksam zu machen/ihn dafür zu verhöhnen (im bösartigen Sinne). Dabei übersehen Sie bekanntlich den Balken im eigenen Auge.
Zurück zur Selbsterforschung. Ist es nicht so, dass wenn Menschen schlecht über andere denken, dass Sie von sich selbst schlecht denken? (rhetorische Frage. Die Antwort ist ja, es ist so.)
Wenn Du niemandem traust, kannst du dann dir selbst vertrauen? Ich denke du weißt die Antwort.
Wenn dir die Welt ungerecht und fehlerhaft vorkommt, was denkst du dann über dich selbst?
Ich bin voller Mitgefühl für Menschen, die sich über andere beschweren. Und dann denke ich mir, kümmer dich um deine eigenen Laster junger Mann.

Der Ungehobelte (agroikia)

Die Art des Ungehobelten (agroikos) scheint eine Form von Unbildung zu sein, die
sich in folgendem anstößigen Verhalten äußert:
Bevor er zur Volksversammlung geht, trinkt er noch einen Kykeōn und behauptet, dass Thymian genau so gut dufte wie Parfüm. Er trägt zu große Schuhe. Er spricht ‹stets› mit lauter Stimme. Er misstraut seinen Freunden und Angehörigen, aber seine Haussklaven weiht er in die wichtigsten Dinge ein; auch den Tagelöhnern, die für ihn die Feldarbeit machen, erzählt er alles, was sich gerade in der Volksversammlung zugetragen hat. Beim Sitzen schlägt er ‹gewöhnlich› seinen Mantel oberhalb der Knie nach oben, so dass man seine Nacktheit sehen kann. Nichts kann ihn erfreuen auf der Straße oder ins Staunen bringen, aber wenn ihm ein Ochse, Esel oder Ziegenbock über den Weg läuft, bleibt er stehen und beäugt ihn. Holt er etwas aus der Speisekammer, isst er gleich gern davon, und den Wein trinkt er mit wenig Wasser. Erst treibt er es heimlich mit der Köchin, und gleich danach hilft er ihr beim Mahlen des Getreides und Verteilen der Tagesration für alle Hausgenossen und für sich
selbst. Während des Frühstücks wirft er den Ochsen gleichzeitig ihr Futter vor. Er öffnet Ankömmlingen selbst die Tür und ruft dann den Hund, packt ihn an der Schnauze und sagt: „Da seht ihr, was für ein Kerl hier auf mein Grundstück und Haus aufpasst!“
Will ihm jemand Geld zurückerstatten, bringt er es fertig, die Annahme einer Silbermünze
zu verweigern, weil ihr Aussehen auf einen zu hohen Bleigehalt schließen lasse, und statt ihrer eine andere zu verlangen. Hat er einem Nachbarn einen Pflug, einen Korb, eine Sichel oder einen Sack geborgt, kann er nachts nicht schlafen, weil er immer daran denken muss, und steht auf, um die Sachen zurückzufordern. Geht er in die Stadt hinunter, fragt er irgendeinen Unbekannten, wie viel das Leder
koste und der Salzfisch und ob an diesem Tage Neumond sei und erzählt ihm im selben Atemzug, dass er zur Stadt gehe, um sich die Haare schneiden zu lassen, im Bad zu singen, seine Schuhe mit Nägeln zu beschlagen und auf demselben Wege im Vorbeigehen bei Archias ein paar Salzfische zu besorgen.

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Euer @bozo

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Let's visit Jimmy some time. I miss those stakes!

:)

Und heute mein Schwiegervater :)

Ich bin schon gespannt wann ich dran bin!

Aber du hast meines Erachtens Recht, man projeziert auf die äußere Welt was man im innersten empfindet!

Du bist sowieso die ganze Zeit dran. Schließlich schreibe ich das auch für dich :D Ich freue mich, dass du Freude daran hast :D

Auf jeden Fall, man lernt ja nie aus!