Augsteins Erinnerung an die Sachsen (#SezessionSachsen)

in #deutsch3 years ago



Wer kennt ihn nicht: Augstein, der Spiegel-Millionärs-Erbe, Edelsozialist, Antideutscher.

Im Tummel des Propagandagefechts um die Vorfälle in Chemnitz, postete Augstein einen Tweet, der sich eigentlich ins mainstreamige Sachsen-Bashing einreihen sollte. Er sollte Antideutsch, Antirechts und vor allem Antisachsen sein. Erst viel zu spät bemerkte er, dass er die Leute damit auf "dumme Ideen" brachte, die so gar nicht in seine Agenda passen. Nun, was hat der Champagnersozialist aus dem Elfenbeinturm gezwitschert?


Sachsen-bashing geht nach Hinten los

Da hat der Jakob (der Lügner) mal versehentlich eine Sezessionsbewegung gestartet. Der Freistaat Sachsen solle sich abspalten und zur Abwechslung mal ganz nach seinem eigenen Gusto sich selbst regieren, statt sich von außen diktieren zu lassen, was zu tun ist, damit Sachsen z.B. weniger "weiß" wird. Die Sachsen sollen - Augstein nach - eine eigene Republik ausrufen. Natürlich war Augsteins Gedanke, dass er die Sachsen los haben will und wenn sie dann auf sich selbst gestellt sind, schon sehen werden, wo sie landen - ohne die wertvolle , bunte Multikultur, ohne Migranten, die allesamt Fachkräfte sind und später die Rente der Sachsen bezahlen werden usw. usf. 

Für die Sachsen wäre Augsteins Neueinwerfen dieser - nicht ganz so neuen -  Idee aber gar nicht so dumm. Auch wenn die Statistik zum BIP so aussieht, als wäre Berlin produktiver, weiß man doch, dass Berliner hauptsächlich Steuergelder saufen und dann darauf Steuern zahlen. Die Wertschöpfung, die ein Loch wie z.B. Berlin überhaupt ermöglicht, geschieht hauptsächlich in Süddeutschland (BW und Bayern, welche gleichzeitig die meistgehassten Bundesländer der Berliner sind). Meine Hypothese ist, dass auch in Sachsen weit mehr Wertschöpfung geschieht als in dem Loch Berlin, aus dem hauptsächlich das ständige Sachsen-Bashing kommt. Ergo finanzieren die Sachsen das Bashing, Beleidigung und generelle Propaganda gegen sich mit. Vermutlich liegt es daran, dass Sachsen seit 1991 mit am meisten Aufschwung hatte, während Berlin mehr und mehr zur Sozialistenkloake wurde. Was Sozialisten ja bekanntermaßen allesamt gemein haben, ist der Neid auf Produktivere (und damit Wohlhabendere). Außerdem: Private Wirtschaft ist immer böse. Deswegen wird die deutsche Wirtschaft ja auch langsam aber sicher zerstört - meistens aus vorgeschobenen gesellschaftlichen ("Mieten zu Hoch, Mietpreisbremse") oder Pseudoumweltschutzgründen (siehe: Deutsche Umwelthilfe sponsored by Toyota). Sachsen dagegen ist in den letzten Jahren immer mehr zum attraktiven Wirtschaftsstandort geworden (siehe bspw. Halle).


Sachsen sind keine Deutschen!

Was den Sozialisten aus Politik und Medien ebenfalls auf den Strich geht, ist dass die Sachsen spätestens seit der DDR ziemlich woke (af) sind, was Regierungspropaganda angeht. Doch die Sachsen sind nicht nur wegen den beiden sozialistischen Systemen des 20. Jahrhunderts besonders woke (af), sondern haben schon ziemlich lange eine recht kämpferische Geschichte. Sachsen sind eigentlich gar keine Deutschen. Sachsen sind Sachsen. Ein Volk, das schon lange auf seine Unabhängigkeit und seine Freiheit wert gelegt hat. Man könnte sich dazu z.B. hier einlesen:  Mit effektiven Waffen schlugen Sachsen die Wikinger. 

Woke as Fuck wie die Sachsen sind, sehen sie natürlich auch die aktuellen Ungerechtigkeiten, in die sie verstrickt sind: Deutschland, EU und damit einhergehende Migrationspolitik, Bildungspolitik usw. Mit den Massenprotesten in Chemnitz, wo die Stimmung aufgeheizt ist und der Wind of Change durch die Straßen weht, könnten die Sachsen Augsteins Erinnerung an sie aufgreifen und das direkt zu ihrem Ziel machen.


Was würde eine Sezession für die Sachsen bedeuten?

Es wird die Apokalypse sein. Sachsen wird an seinen Grenzen Risse bekommen, sich komplett abheben und raus auf den Atlantik schweben. Sachsen wird aus Deutschland und Europa ausbrechen und völlig isoliert im Atlantik herumschwimmen. 

Schauen wir uns Berlin an und stellen wir uns vor, Berlin würde sich unabhängig machen, bin ich der festen Überzeugung, dass dort nach spätestens einer Woche absolutes Chaos herrschen würde, nach 2 Wochen würden sich die Berliner kannibalisieren - aus Lust, aber auch aus Hunger. Nach 5 Wochen könnte man die letzten Brände löschen und einen großen Wanderparkplatz für Brandenburg daraus bauen. 


Make Sachsen Great Again

Was Sachsen angeht, glaube ich, dass es sowas wie die Chicago Boys  bräuchte, damit die Sachsen vor lauter Etatismus nicht in den nächsten Regionalsozialismus rennen. Ein Freier Markt, freie Bürger, niedrige Steuern und wenig Regulierung, und das ganze kapitalistische Paket richtig eingesetzt, und ich würde mich vielen Deutschen anschließen, nach Sachsen zu flüchten, um nicht Opfer des aufkeimenden Hypertotalitarismus (DDR auf Koks) zu werden.  Machen es die Sachsen richtig, werden sie erstmal prüfen, ob ich und die andren überhaupt Willens bin, mich in die sächsische Kultur einzubringen und mich dabei selbst zu versorgen, ohne dem Minimalstaat auf der Tasche zu liegen. 


Ich hatte vor Kurzem eine Diskussion darüber, ob das ganze #SezessionSachsen-Ding eine gute Idee wäre. Mein libertärer Gesprächspartner fande, dass das der Suizid Sachsens sein würde. Man muss also prüfen, ob das denn geht, wie sich das auf Sachsen und auf Restdeutschland auswirkt usw.... Nein, muss man nicht. Wenn die Sachsen unabhängig sein wollen, dann ist die libertäre Ansicht dazu: 

Hoch lebe das Selbstbestimmungsrecht! 

Welcher echte Libertäre würde anderen denn das Selbstbestimmungsrecht absprechen? 


Abschluss

Warum hype ich dieses Thema eigentlich? Ich bin nicht mal Sachse. Nun ja. Sachsen ist nicht das Ende der Fahnenstange: #1000Liechtensteins

Dezentralisierung macht Spaß! Nimm auch DU teil daran und verbreite die Hashtags #SezessionSachsen, #Sächsit oder SexIt (:D). Vielleicht können wir die angespannte Stimmung nutzen, um statt Richtung Polizeistaat Richtung Freiheit zu gehen ;)


Randnotizen

Passendes Video von SteuerXL:


Augsteins Wachwerdung, nachdem ihm klar wurde, was er gesagt hat:


Sort:  

Das Titelbild erinnert mich total an Sanctaphrax in den Twig und Rook Büchern :D.
http://edgechronicles.co.uk/explore-the-edge/maps/the-edge/
Und in der Tat, wie kann man nur gegen Sezession sein :D? Wirklich das beste was Augstein bringen konnte nach Katalonien, Schottland, Venedig, Südtirol, ...
http://www.misesde.org/wp-content/uploads/2016/03/Praxeologie_f%C3%BCr_Ordnung_und_Sezession.pdf

Man darf nur nicht so blöd sein und es Apartheid nennen, wie es neulich Jemand auf dem IB Fest in Dresden für den Spiegel Reporter getan hat.

Das Bild ist übrigens aus dem Video "feel good Inc." von Gorillaz. Kann mir aber gut vorstellen, dass das eine an das andere angelehnt ist.

Es wird ja gemunkelt, dass die IB für Zentralismus ist. Daher würde mich nicht wundern, wenn Identitäten Sezessionsbewegungen nicht unterstützen würden.

Wenn Sachsen eine Mauer hochzieht, dann gebt mir bitte rechtzeitig Bescheid, dass ich vorher noch schnell nach Sachsen umziehe. Oder wir ziehen die Mauer auch noch um Bayern :-)

Der mittelfristige Plan wäre ja, dass Sachsen als Paradebeispiel vorangeht. Dann Bayern und BW sich ein Beispiel daran nehmen, weil sie keine Lust mehr haben, Deutschland allein zu stemmen und dann... Ja und dann kann Restdeutschland einpacken. Dann müssen die Politiker-Parasiten und Steuerschmarotzer anfangen, sich selbst zu versorgen. Kanns kaum erwarten, Berlin brennen zu sehen :D

Du willst keine Mauer Glaube mir! ;-) ich war 9 Jahre alt als die Wende kam... damals habe ich mich noch über Bananen gefreut heute schaue ich die Dinger nicht mehr an...
... aber wir bewegen uns doch auf eine DDR 2.0 zu!

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Da hat der Jakob aber eine kleine Freiheitslawine losgetreten. In der Tat wäre eine Gebietsaufteilung der derzeitigen Verwaltungszone +49 die beste Lösung. Mögen die Internationalsozialisten die eine Hälfte bekommen und wir Freigeister die andere. Und dann schauen wir mal, wie sich nach ein paar Jahren die beiden Teile entwickelt haben.

Das wäre natürlich ein Anfang.
Noch lieber wäre es mir, wir würden unser Land in noch viel viel kleinere Einheiten aufteilen.

Eines muss halt den Anfang machen #1000Liechtensteins (der Hashtag oben führt im Easter-Egg-Style übrigens zu Hoppes Video dazu ;)

SAXIT wäre , dass nur nebenbei, das richtige Wort für die Sezession Sachsens. Ich bin schon ein älterer Sachse, der aufgrund der Situation in Deutschland nach Wales ausgewandert ist. Die jetzige Situation ist in vielen Einzelheiten ein Deja-vu von 1989, auch damals versetzten die Sachsen das sozialistische Honecker-Regime ins Schlingern, am Ende stand die gesamtdeutsche Wiedervereinigung. Diese hat bekanntlich zu einer Restaurierung des Sozialismus geführt. Meine Sachsen werden es auch diesmal tun. Und wenn die west- und norddeutschen rot-grünen Etatisten nicht mitziehen wollen, wird es in Sachsen passieren. Sachsen sind immer noch gut mittelständisch aufgestellt, "fichellant" (sächs., nicht direkt übersetzbar, ist etwa ein Gemisch von freundlich, fleißig und clever) und haben gute Auslandsbeziehungen zu Polen, Tschechien und Ungarn. Und nicht zuletzt natürlich auf die Insel, nach Wales (durch mich). Das würde alles andere als ein Selbstmord, sondern eine Erfolgsgeschichte!

Nee, es wäre Sexit (Das Exit fehlt bei dir auch ;)). Die Länderbeziehungen sind mir auch aufgefallen. Es wäre in der Tat keine Insel im Sozialismus, für die man Luftbrücken bräuchte. Nur, wie @felix.herrmann sagt, wäre das ganze trotzdem recht gefährlich. Der Feind ist immerhin Deutschland und die EU. Wie wäre dieses Problem lösbar?

mann kann auch Make Sachsen Great again! drauß machen. Selbst Linke nutzen den Slogan (Make Solidarity great again!)

@jonesgalt - wir müssen mal die nächste Woche abwarten. In Chemnitz kristallisieren sich einige Wortführer. Die müsste man für eine Sezession gewinnen.

Dann fehlt eigentlich nur noch eine Gallionsfigur in Leipzig.

Eine Sächsisch-Thüringische Konförderation ist doch bestimmt auch drin - Wer schließt sich noch an?

Es war mal im Gespräch Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen zu einem Bundesland zusammen zu legen das wird aber seit Jahren von Berlin verhindert warum?
Das neue Bundesland "Mitteldeutschland " würde zu mächtig werden

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Ein #sächsit würde den Zerfall der EU bedeuten.

Halle/Saale und der Industriestandort Leuna den du meinst gehört aber zu Sachsen Anhalt :-)

Und ja die Sachsen waren ein kämpferisches Volk immerhin hatten die es geschafft große Teile von England zu erobern... wegen denen besteht auch die englische Sprache zu 50% aus deutsch

Und wegen den Steuern die du erwähnst... ALLE Steuern sind Diebstahl oder sollte man Steuern in Schutzgeld umbenennen???

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Danke für die Korrektur!
Steuern sind Raub/Diebstahl/Schutzgeld ;)

Die Zeit der grossen Gebilde der Nationalstaaten ist vorbei. Man braucht sie schlicht und einfach nicht mehr um zu prosperieren. Spaetestens, wenn eine flaechendeckende Echtzeitueberwachung technischer Standard ist werden diese Nationalstaaten von allein zerfallen.

Zu den Kioskbesitzern. Weiß nicht, ob es klappt ab 8:50, aber da ist das relevante.